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Servicehaus Stemwede gGmbH

Bild des HAHME frische markt
© lebensperspektiven-ev.de

Branche: Handel, Handwerk, Garten- und Landschaftsbau, Hauswirtschaft

Träger: Servicehaus Stemwede gGmbH

Ort: Stemwede

Kurzbeschreibung

 

Die Servicehaus Stemwede gGmbH beschäftigt gleichermaßen Menschen mit und ohne Behinderungen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Das geregelte, eigene Einkommen und die Arbeit im Team sollen die Verwirklichung des Rechtes auf gesellschaftliche Teilhabe verbessern, die eigenen sozialen Netzwerke erweitern und ein selbständiges Leben der betroffenen Personen fördern. Im täglichen Arbeitsablauf können alle Mitarbeiter/innen ihre Ideen einbringen und auch im Betriebsrat oder in der Schwerbehindertenvertretung des Unternehmens tätig werden. Das Unternehmen betreibt zwei Nahversorgungsmärkte. Zum einen den „Hahme frische Markt” in Stemwede Haldem mit angeschlossener Tankstelle und einer Waschstraße. Zum anderen den „Dörflers Hunte Frische Markt” in Hunteburg. Handwerkliche Dienstleistungen wie zum Beispiel der Hausmeister-, Bau- und Hauswirtschaftsservice ergänzen das Angebot. Darüber hinaus bietet die Servicehaus Stemwede gGmbH auch Garten- und Landschaftsbauliche Dienstleistungen an, wie Grab- und Gartenpflege. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch die Integrationsämter und die Aktion Mensch. Letztere hat in der Gründungsphase des Projektes die „Anschubfinanzierung” des „Hahme Frische Marktes” übernommen und fördert den „Hunte Frische Markt” bis heute finanziell. Das gemeinnützige Unternehmen ist darüber hinaus aber stets auf weitere Hilfen und Spenden angewiesen. Die Integrationsämter und der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband sind auch wertvolle Partner in der inhaltlichen und fachlichen Unterstützung. Neben Hilfestellungen im fachlichen Umgang, kann auch in wirtschaftlichen Fragen und Antragsstellungen Unterstützung eingeholt werden.

 

 

Einschätzung der Projektverantwortlichen

Laut Thomas Cordes, dem Projektverantwortlichen der Servicehaus Stemwede gGmbH, hat das Projekt zwei große Ziele: Das gemeinnützige Unternehmen soll zum einen Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen und zum anderen das öffentliche Leben im Dorf Haldem beleben. So zeichnete die nordrhein-westfälische Landesregierung das Projekt (2015) im Rahmen des Wettbewerbes „Ort des Fortschritts“ aus.

Herr Cordes sieht Arbeit als einen wesentlichen Faktor, um Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben umsetzen zu können. Im Unternehmen selbst würden alle Mitarbeiter/innen von einer guten Zusammenarbeit und einem regen Austausch untereinander profitieren. Auch die Kunden der Servicehaus Stemwede gGmbH seien sehr zufrieden und sehr verständnisvoll, falls etwas im Betrieb mal länger dauert. Generell freue man sich sehr darüber, dass die Kunden dem Projekt eine große Akzeptanz entgegenbringen.

Als hemmenden Faktor sieht Herr Cordes die bürokratischen Anforderungen die mit der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung verbunden sind (zum Beispiel die Beantragung von Mitteln aus der Ausgleichsausgabe). Diese würden zudem einen entsprechenden Aufwand im Personalwesen nach sich ziehen. Ebenso seien steuerrechtlich, in Bezug auf die Gemeinnützigkeit, einige Punkte zu bedenken. „Hier ergibt sich eine durchaus komplexe Situation, der wir als Unternehmen gerecht werden müssen”, so Herr Cordes. Fördermittel in diesem Bereich seien auf der einen Seite begünstigende, auf der anderen Seite aber auch hemmende Faktoren.

Bildrechte

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