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Vinyl Garage

Schallplattenladen mit Sozialer Arbeit - Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Vinyl Garage -  Showroom
© Vinyl Garage

Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen sind bislang noch rar. Zugleich fehlen entsprechende Begegnungsorte und -möglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderungen. Orte, an denen man sich trifft, um die Freizeit miteinander zu verbringen oder an denen man beispielsweise gemeinsam Musik hören, einfach nur ‚chillen‘ oder aber sich betätigen kann.

In der Mönchengladbacher Altstadt ist im März 2016 durch die gemeinnützige Intres GmbH die Vinyl Garage entstanden. Die Vinyl Garage bietet all die oben genannten Möglichkeiten. Es handelt sich dabei um einen Schallplattenladen, der angegliedert ist bzw. einem Teilbereich der  Kulturküche entspricht, die ebenfalls hier im Inklusionskataster NRW aufgeführt ist. 

Am Grünewaldplatz finden Vinylinteressierte (Schallplattenfans), Musikliebhaber/innen, Klient/inn/en und Nachbarn die neue Anlaufstelle - den sogenannten Schallplattenladen mit Sozialer Arbeit. Durch einen Wohnzimmerbereich, Vorhörstationen und kleiner Getränkeauswahl ist hier nicht nur ein Verkaufsraum geschaffen worden, sondern ein Ort zum Musik hören, Verweilen und Austauschen – das typische Szenario eines Plattenladens. Ein Ort der Begegnung ist die Vinyl Garage aber auch in einem weiteren Sinne. Wie auch in der Kulturküche erhalten Adressat/inn/en der gemeinnützigen Intres die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe, Rehabilitation und Inklusion durch Arbeitstherapie in der Aufbereitung, im Verkauf und im Upcycling von Schallplatten sowie der Gestaltung des Projektraumes. Die Vinyl Garage versteht sich als niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, die soziale, kulturelle und finanzielle Barrieren als Ausgrenzungsfaktor überwindet. Dies gilt sowohl für die beschäftigungstherapeutischen  Angebote als auch per se für den öffentlichen Ort Vinyl Garage. Räumlich ist die Vinyl Garage zum großen Teil barrierefrei begehbar. So wächst in der Altstadt ein weiteres kulturelles Projekt zur Belebung und Aufwertung des Wohnumfeldes und der Tagesstruktur.

Neben den Mitarbeiter/inne/n der Intres, die aus der sozialen Arbeit stammen, spannt sich um die Vinyl Garage insgesamt ein Netzwerk aus Unterstützer/inne/n seitens der kommunalen Politik und des Kulturbüros, aus dem Quartiersviertel und der Nachbarschaft (ehrenamtliche Mitarbeiter/innen), aus kulturpädagogischen Initiativen und den „Expert/inn/en“, also Plattenliebhaber/inne/n und -sammler/inne/n, die inhaltlich über die relevante Expertise rund um den Schallplattenmarkt und die Sammlerszene verfügt. All diese Akteure bringen sich auf unterschiedlichste Weise in das Projekt ein und haben es zum Teil von den ersten Aufbauschritten an unterstützt und ihr Fachwissen vermittelt.

Durch die Schaffung von Betätigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen trägt das Projekt v.a. Artikel 27 der UN-BRK (Arbeit und Beschäftigung) Rechnung. Zugleich werden Begegnungs- und Freizeiträume im Sinne von Artikel 30 der UN-BRK (Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport) geschaffen.

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.