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InBeCo - Inklusion-Beratung-Coaching

Servicestelle für Inklusion in der Freizeit - Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Eine Nahaufnahme einer Flipchart. In der Mitte eine gelbe Karte mit der Aufschrift: „Inklusion bekanntmachen. Stellung beziehen können“. Das Foto stammt aus der ersten Assistenzschulung von InBeCo.
© inbeco.de

Menschen mit Behinderungen können in Nordrhein-Westfalen immer noch nicht gleichberechtigt an allgemeinen Freizeitangeboten teilhaben, sondern gestalten ihre Freizeit oft mit und in exklusiven Angeboten für Menschen mit Behinderungen. Diese Trennung der Angebote und Teilnehmenden beginnt meist schon im Kindes- und Jugendalter. Die Servicestelle für Inklusion in der Freizeit InBeCo – Inklusion-Beratung-Coaching der katholischen Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH möchte diese Situation für den und im Rheinisch-Bergischen Kreis verbessern. Ein Auftrag der Servicestelle ist es deshalb, den Inklusionsprozess in Einrichtungen, Gruppen, Verbänden und Gemeinden anzustoßen und zu begleiten. Das Ziel ist es dabei, die jungen Menschen mit Behinderungen, deren Eltern und Betreuer/innen durch veränderte Arbeitsmethoden und durch Maßnahmen zur Barrierefreiheit mit einzubeziehen  sowie durch den Aufbau von Kooperationen eine neue Kultur des Miteinanders zu schaffen. Konkret erfolgt die Unterstützung in Form von Coachings (z.B. zur Arbeit mit dem Index für Inklusion), Workshops (z.B. zur Sensibilisierung von Teams im Umgang mit Vielfalt) und auch praxisnahen Hinweisen zur Herstellung von Barrierefreiheit.

So unterstützt die Servicestelle als zentrale Anlaufstelle Anbieter von außerschulischen Freizeit-, Ferien- und Bildungsangeboten im Kreisgebiet darin, ihre Angebote inklusiv(er) zu gestalten. Oft ist es nämlich so, dass auf Seiten der Anbieter die Motivation, ihre Angebote inklusiv zu gestalten, hoch ist, es aber in der Praxis an personellen und finanziellen Ressourcen sowie praktischem Wissen zur Herstellung von Barrierefreiheit scheitert.
An die Servicestelle können sich darüber hinaus junge Menschen mit Behinderungen, deren Eltern/Angehörige sowie weitere Interessierte wenden. Diese werden individuell beraten, um so passende inklusive Ferien-, Freizeit- oder außerschulische Bildungsangebote zu finden. So können die Interessen von jungen Menschen mit Behinderungen mit inklusiven Angeboten, Einrichtungen und Gruppen zusammengeführt werden.
InBeCo schult außerdem junge Erwachsene zu Assistenzkräften. Diese können dann die Kinder und Jugendlichen in neue Freizeitangebote begleiten und so für Teilnehmende und Anbieter den Übergang erleichtern. Sorgen und Ängste der jungen Menschen, der Anbieter und der Eltern werden so verringert und die Assistenz und Begleitung gibt allen Beteiligten Sicherheit.
Durch das dreiteilige Programm will die Servicestelle systematisch dazu beizutragen, die Teilhabemöglichkeiten der ca. 1000 jungen Menschen mit Behinderungen im Rheinisch-Bergischen-Kreis im Freizeitbereich zu verbessern und inklusive Angebote deutlich auszubauen. Geleitet wird die Servicestelle aktuell von Anne Skribbe, die bereits als Leiterin des Cafe Leichtsinn vielen Menschen im Kreisgebiet bekannt ist. Unterstützt wird Anne Skribbe durch die Mitarbeiterin Katharina Kaul. Zusammen sind sie Ansprechpartnerinnen für alle Einrichtungen, Verbände und Initiativen im Freizeitbereich, die Interesse am Thema Inklusion haben. Dass die Arbeit einen wichtigen Bestandteil der Inklusion junger Menschen darstellt, formuliert Anne Skribbe so: „Gerade der Freizeitbereich ist in den letzten Jahren nicht im Fokus der Inklusion gewesen und ist doch entscheidend für die gesellschaftliche Teilhabe“.

Zum hauptamtlichen Team von InBeCo kommen immer wieder Kinder und Jugendliche mit Behinderungen hinzu, sie bilden den „Inklusionsbeirat“. Die Barrieren im Freizeitbereich werden von den Teilnehmer/inne/n gesucht und benannt, Korrekturen zur einfachen Sprache werden durchführt sowie eigene Themen zur Partizipation eingebracht. Eröffnet wurde die Servicestelle am 4. Juli 2017 und gefördert wird sie durch die Aktion Mensch und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln.
Die Servicestelle ist durch die Arbeit beim Träger zur Inklusion bereits gut im Gemeinwesen verankert. Darüber hinaus konnten als Kooperationspartner/-innen die Lebenshilfe, die Katholischen Jugendverbände, die Katholische junge Gemeinde und Bund der Deutschen Katholischen Jugend sowie die Seelsorgeteams der zugehörigen Gemeinden gewonnen werden. Weitere Kooperationspartner/-innen (z.B. Sportvereine) im Gemeinwesen sollen zukünftig folgen. Die Servicestelle arbeitet dabei unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit: durch die Beratungen, Schulungen usw. leistet InBeCo einen Beitrag zur nachhaltigen Bewusstseinsbildung auf Seiten der Anbieter von Freizeit- und Ferienmaßnahmen.  Öffnen diese ihre Angebote inklusiv, so werden durch die Arbeit von InBeCo langfristig inklusive Freizeitangebote im Rheinisch-Bergischen Kreis etabliert, denn Inklusion soll möglichst auch in den Konzepten der Anbieter verankert werden. Die Servicestelle bezieht sich in ihren Aktivitäten außerdem auf die UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere auf die Artikel 7: Kinder mit Behinderungen, Artikel 8: Bewusstseinsbildung und Artikel 30: Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport.

Lebensbereich

  • Freizeit (alle Angebote)
  • Bildung (außerschulische Bildungsangebote)
  • Unterstützung (Beratungsangebote) 

Ansprechpartner/in

Katholische Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH
Anne Skribbe
Leiterin Projekt InBeCo
Fachstelle für Inklusion-Beratung-Coaching
Dr.-Robert-Koch-Straße 8
51465 Bergisch-Gladbach

Tel: 02202 – 93622-46
Email: anne.skribbe@remove-this.kja.de
Email: kontakt@remove-this.inbeco.de

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.