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Digitale Teilhabe - PIKSL

Soziale Innovationen durch Inklusion

Zwei Frauen  sitzen im PIKSL Labor
© www.piksl.net

Das Projekt PIKSL („Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben“) wurde am 2010 durch die In der Gemeinde leben“ gGmbH (IGL)  initiiert und als Modellprojekt bis einschließlich 2014 durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert.

Das Projekt zielt darauf ab, eine gleichberechtigte digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sinne von Inklusion zu ermöglichen. Bei der Nutzung der sogenannten „Informations- und Kommunikationstechnologien“ (IKT) wie Computer, Tablet, Smartphone und Co. stehen (nicht nur) Menschen mit Behinderung vor schwer überwindbaren Barrieren; auch ältere Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund sind von diesen Barrieren bei der Nutzung von IKT betroffen. Häufig sind Programme, Benutzeroberflächen oder Geräte kompliziert gestaltet oder es besteht kaum Wissen darüber, wie sie zu benutzen sind. Dadurch sind die Zugänge zu digitalen Medien für viele Menschen (z.B. für alte Menschen oder Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung) erschwert oder verhindert. Doch gerade in der heutigen Zeit findet über die IKT soziale oder berufliche Interaktion statt. Auch der Zugang zu vielen interessanten Informationen und damit zu zusätzlichen Bildungsmöglichkeiten, ist mithilfe von Technologie möglich. Gleichberechtigte Nutzungsmöglichkeiten bestehen jedoch nicht.

Das Projekt zeigt darüber hinaus auch Potentiale der IKT für Menschen mit Behinderung auf. Sie können – wenn die nötigen Programme und Geräte entwickelt sind – helfen, den Alltag zu strukturieren und zu vereinfachen und so zu mehr Selbstbestimmung beitragen.

Aktionen des Projektes PIKSL finden in erster Linie in dem dafür eingerichteten PIKSL-Labor im Düsseldorfer Stadtteil Flingern statt. Das PIKSL-Labor ist ein Medienraum, der sich durch flexible Möbel und umfangreiche technische Infrastruktur den Bedürfnissen seiner Nutzer/innen anpasst. Ganz im Sinne eines Labors können hier verschiedene Informationstechnologien ausprobiert und der kompetente Umgang mit diesen erlernt werden. Darüber hinaus haben alle Besucher/innen die Möglichkeit, ihr Wissen mit anderen unerfahrenen Nutzerinnen/n mit und ohne Behinderung insbesondere Senior/inn/en – in Computerkursen zu teilen. Das PIKSL-Labor steht allen Interessierten mit und ohne Behinderung offen.

Die zentrale Besonderheit des Projektes ist es, dass Menschen mit Behinderung als „Expert/inn/en im Abbau von Barrieren“ gesehen werden und somit eher diejenigen sind, die Hilfe leisten und nicht empfangen. Es entstanden in Kooperation mit Designerinnen/n, Informatikerinnen/n und verschiedenen Hochschulen Projekte, in welchen Menschen mit Lernschwierigkeiten als Berater/innen bei der Entwicklung neuer Technologien und der Umgestaltung vorhandener Technologien mitarbeiten (Komplexitätsreduzierung). Das Projekt wurde inzwischen mehrfach national und international ausgezeichnet (siehe Projektablauf und zeitlicher Rahmen).

Ansprechpartner/in

In der Gemeinde leben gGmbH (IGL)

Leitung PIKSL
Tobias Marczinzik
Ludwig-Erhard-Allee 14
40227 Düsseldorf

Tel: 0211-91364104Fax: 0211-91364111E-Mail: tobias.marczinzik@igl.duesseldorf.de

 

PIKSL-Labor

Leitung PIKSL-Labor
Benjamin Freese
Erkrather Straße 107
40233 Düsseldorf

Tel: 0211-6020789
Tel: 0211-91364118
Fax: 0211-91364111
E-Mail: benjamin.freese@remove-this.igl-duesseldorf.de

Lebensbereich

  • Bildung
  • Freizeit
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Öffentlicher Raum
  • Kommunikation und Interaktion

Allgemeine Informationen und Materialien

 

Weitere Links/Öffentlichkeitsarbeit:

Soziale Netzwerke:

 

Presse:

 

Literatur:

Freese, Benjamin (2015): Soziale Innovation durch digitale Teilhabe. Alltagsintegration des Internets durch die Möglichkeiten mobiler Endgeräte. In: Friedrich, K./Siller, F./Treber, A. (Hrsg.): Smart und mobil – Digitale Kommunikation als Herausforderung für Bildung, Pädagogik und Politik, Schriften zur Medeinpädagogik 49, S. 185 -202, München.

 

Freese, Benjamin/Mayerle, Michael (2015): Digitale Teilhabe als Teil einer barrierefreien (E-)Partizipationskultur am Beispiel des PIKSL- Labors. In:  Rohrmann, Albrecht/Windisch, Marcus/Düber, Miriam: Barrierefreie Partizipation. Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze auf dem Weg zu einer neuen Kultur der Beteiligung, S. 382 – 395, Weinheim.

 

Freese, Benjamin/Marczinzik, Tobias (2015) (i.E.): Digitale Teilhabe und universelles Design – Potenziale von inklusiven (Medien)Bildungsansätzen und kollaborativen Arbeitsweisen für politische Bildungsprozesse am Beispiel des PIKSL-Labors. In: Inklusion in der politischen Bildung, Schriftenreihe, Bonn.

 

Mayerle, Michael (2015): "Woher hat er die Idee?" Selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten durch Mediennutzung. Abschlussbericht der ZPE-Begleitforschung im PIKSL-Labor. In: ZPE Schriftenreihe (Nr. 40), Siegen.

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.