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KAI – Kultur all inclusive

Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Dieses Foto entstand beim KAI-Workshop „Selfies & Co“, einem inklusiven Workshop mit 15 Jugendlichen mit und ohne Behinderung.
© innosozial.de

Seit drei Jahren führt Innosozial (vormals PariSozial Warendorf) unter dem Sammelbegriff „KAI“ - Kultur all inclusive - Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis sechzehn Jahren in Ahlen durch. Die Motivation zum Projekt entstand aus der Erfahrung der Projektverantwortlichen, dass im freizeitlichen Kulturbereich insbesondere für Jugendliche nur wenige Angebote vorhanden sind. Zudem sind die Angebote, die bestehen, meist pädagogisiert oder vereinsgebunden. Sie sind außerdem oft homogen und exkludieren Menschen mit Behinderungen. Daher sollte ein Angebot geschaffen werden, welches keine festen Gruppenstrukturen aufweist, für Menschen ohne Behinderungen ebenso offen ist wie für Menschen mit Behinderungen und keine Zugangsvoraussetzungen zur Teilnahme festlegt. Ziel war und ist es, im Bereich Kunst und Kultur ein weitgehendes Angebot zu schaffen, dass Entwicklungsräume bietet, Selbstständigkeit fördert und Eigeninitiative entstehen lässt. Im Freizeitbereich haben die Jugendlichen Zeit sich unabhängig von Leistungsdruck kennenzulernen. Die Behinderungen rücken in den Hintergrund und die Kunst bzw. Kultur steht im Vordergrund.

In unterschiedlichen Formaten werden Jugendlichen mit und ohne Behinderungen Workshops, Kurse und Ferienfreizeiten zu den Themen: Musik, Theater, Tanz, Literatur, Kreatives Gestalten, Kochen, Möbelbau etc. angeboten. Mindestens ein Drittel der zur Verfügung stehenden Plätze sind jeweils für Jugendliche mit Behinderungen reserviert. Im Rahmen der Veranstaltungen wird mit einer Vielzahl von Künstlern aus unterschiedlichen Sparten als Referenten gearbeitet.

In die Konzeption und Umsetzung sind örtliche Kooperationspartner eingebunden z.B. VHS, Musikschule, Kulturinitiativen. Diese Einbindung soll dazu beitragen inklusive Angebote in die Struktur der Kooperationspartner zu implementieren. Gleichzeitig werden Partnern der Behindertenhilfe/Behindertenselbsthilfe z.B. Werkstätten, Lebenshilfe, Förderschulen in die Planung und Durchführung einbezogen, um auch hier exklusive Strukturen zu lockern.

Die Finanzierung erfolgt projektbezogen über unterschiedliche Fördergeber. Zunächst konnte die Finanzierung über den LWL realisiert werden. Seitdem diese Förderung auslief, stellt die weitere finanzielle Sicherung des Projektes eine stete Herausforderung dar.

Das Projekt trägt insbesondere zur Teilhabe am kulturellen Leben und an Freizeit gemäß Art. 30 der UN-BRK bei.

Lebensbereich

  • Freizeit
  • Kultur 

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.