Haupt-Navigation

Sie befinden sich hier

Inhalt

Hintergrund des Projektes

Das Inklusionskataster NRW ist ein Projekt des Zentrums für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen, welches vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) gefördert wird und Teil der Landesinitiative „NRW inklusiv“ ist. Mit diesem Vorhaben wird das Anliegen des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) aufgegriffen, die Kommunen und andere Akteure bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu unterstützen.

Das Projekt baut auf den Untersuchungsergebnissen bzw. Projektbeispielen auf, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Inklusive Gemeinwesen planen“ ermittelt werden konnten. Das Projekt, welches 2012–2013 vom ZPE im Auftrag des MAIS durchgeführt wurde, zielte auf die Analyse der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf kommunaler Ebene. Dabei wurde gezielt untersucht, welche  Implementierungsbemühungen und kommunalplanerischen Aktivitäten es zur Umsetzung der UN-BRK bisher gibt (s.a. https://www.uni-siegen.de/zpe/projekte/inklusivegemeinwesen/). Anhand der Untersuchung wurde deutlich, dass es bereits in vielen Kommunen eine intensive Auseinandersetzung mit der Konvention gibt, andererseits aber die Frage der Umsetzung mit großen Unsicherheiten verbunden ist. 

Bild: Cover der Arbeitshilfe

Die vom ZPE erstellte Arbeitshilfe „Inklusive Gemeinwesen Planen“ gibt den Kommunen daher konkrete Anregungen zur Gestaltung einer planerischen Herangehensweise bei der Umsetzung der Konvention. Zugleich werden fünf – für die Implementation auf kommunaler Ebene besonders relevante – Dimensionen herausgestellt. Die Arbeitshilfe führt in diese Dimensionen fachlich ein und bietet Hilfestellung zu einer geleiteten Selbstevaluation und zur Identifizierung von Handlungsbedarfen. Zu allen Dimensionen werden in der Arbeitshilfe Projektideen genannt, zu denen Praxisbeispiele identifiziert werden konnten. In der Arbeitshilfe und in den Empfehlungen des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS) wird die Aufgabe der Federführung im Prozess der Entwicklung inklusiver Gemeinwesen bei den Kommunen verortet und sie werden in der Rolle eines koordinierenden Partners in der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren gesehen. Daher soll die Internetplattform sich an alle Akteure richten, die inklusive Prozesse auf der lokalen Ebene eigenständig mitgestalten und ihre Aktivitäten in den Kontext der Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens stellen. Dies sind nicht nur die Akteure des Rehabilitationssystems, sondern insbesondere auch private und öffentliche Akteure aus dem Feld der Arbeit, Bildung, Kultur, Freizeit, des Sports, Verkehrs, Bauens und somit prinzipiell alle Akteure, die lokal tätig sind.

Anhand der im Projekt durchgeführten Befragung aber auch durch Eigenrecherche konnten bisher bereits einige inklusionsorientierte Projekte und Maßnahmen auf lokaler Ebene ermittelt und analysiert werden. Die inklusionsorientierten Projektbeispiele stellten einen wesentlichen – den planerischen Prozess ergänzenden und begleitenden – Bestandteil der Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens dar.

Da sich die Projektbeispiele in einem sich wandelnden und fortschreitenden Prozess befinden und einer ständigen Aktualisierung und Ergänzung bedürfen, war es nicht sinnvoll, die Projektbeispiele in die gedruckte Version der Arbeitshilfe aufzunehmen. Eine Internetplattform ermöglicht es, die aufgenommenen Projektbeispiele auf dem aktuellen Stand zu halten und neue Projekte fortlaufend zu ergänzen. Weiterhin bietet sie Anknüpfungspunkte für eine niedrigschwellige Austauschmöglichkeit zwischen den jeweiligen Projektverantwortlichen und Interessierten. Die Plattform kann so auch zur Weiterentwicklung von Projekten beitragen. Dieses Vorhaben kann somit als Weiterentwicklung des Projektes‚ Inklusive Gemeinwesen Planen‘ verstanden werden und dient der im Aktionsplan der Landesregierung verankerten Unterstützung der Kommunen und anderer Akteure bei der eigenständigen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

 

Ziele des Projektes:

  • Übersicht über Praxisbeispiele, Projektideen und Planungsaktivitäten eines inklusiven Gemeinwesens
  • Begleitung der Weiterentwicklung von Aktivitäten zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens durch die Aufbereitung und Aktualisierung von Praxisbeispielen
  • Einbettung von Inklusionsprojekten in einen planerischen Prozess zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens unter Federführung der Kommune
  • Eröffnung von Austausch- und Partizipationsmöglichkeiten
  • Angebot und Ermutigung zur Übernahme geeigneter Beispiele guter Praxis in eigene örtliche Strukturen
  • Stärkung eines inklusiven Bewusstseins