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Liebe Leserinnen und Leser,

wilkommen auf der Internetplattform „Inklusionskataster NRW“ des Zentrums für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS). Das „Inklusionskataster NRW“ ist die Erweiterung und Ergänzung der Arbeitshilfe „Inklusive Gemeinwesen planen“, die vom ZPE erstellt wurde und Teil der Landesinitiative „NRW inklusiv“ zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen.

Häufig ist die Umsetzung von Inklusion mit verschiedenen Unsicherheiten verbunden. An manchen Stellen braucht es nicht nur den Willen, sondern vor allem auch viel Mut, um sich z.T. gegen beharrende Kräfte, zementierte Strukturen und eingefahrene Handlungsweisen durchzusetzen und etwas zu bewegen. Das „Inklusionskataster NRW“ möchte hier Abhilfe schaffen und Sie auf Ihrem Weg zur Gestaltung eines inklusiven Gemeinwesens unterstützen, indem wir gelungene Praxisbeispiele in NRW sammeln und darstellen.

Dabei geht es um die Auseinandersetzung damit, wie die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) erfolgreich umgesetzt und ein ‚inklusives Gemeinwesen’ gestaltet werden können, welche Beispiele gelingender Inklusion es in NRW bereits gibt und welche Erfahrungswerte damit vorliegen.

Auf der Homepage finden Sie Anregungen in Form unterschiedlichster Praxisbeispiele, Projektideen und Planungsaktivitäten zur Entwicklung inklusiver Gemeinwesen. Wir möchten unterschiedliche Praktiken / Aktivitäten zusammenführen um damit ein Forum – eine ‚Mitte für Alle’ zu bieten und um voneinander lernen zu können. Es geht dabei um keine reine Selbstdarstellung oder um ein ‚Anwerben’ für mögliche Angebote / Dienstleistungen! Unser Anliegen ist es vielmehr, einen Lernprozess zu initiieren und Impulse zum Austausch zu geben. Wir möchten dazu beitragen, dass gegenwärtige noch „spezielle“ Angebote oder vereinzelte Personengruppen nicht mehr in ihrer Besonderheit hervorgehoben werden, sondern zu einer Selbstverständlichkeit innerhalb von Planungen (Angeboten o.ä.) gehören. 

Zur einfacheren Orientierung sind diese den Lebensbereichen:

  •  Wohnen (Beispiele: Inklusives Quartiersmanagement, Schaffung barrierefreien Wohnraums etc.)
  • Arbeit und Beschäftigung (Beispiele: Zugänge zum ersten Arbeitsmarkt, Sensibilisierung von Arbeitgebern, Integrationsfirmen, Gestaltung von inklusiven Arbeitsplätzen etc.)
  • Freizeit (Beispiele: Sportvereine, Naturerleben etc.) 
  • Bildung (Beispiele: Frühförderung Elementarbereich, Schule, Berufsausbildung, Gestaltung der entsprechenden Übergänge etc.)
  • Kultur (Beispiele: Kulturveranstaltungen, künstlerische Betätigung, barrierefreie Museen etc.)
  • Politik (Beispiele: politische Mitbestimmung und Interessensvertretung, Mitwirkung bei der kommunalen Planung und Gestaltung etc.)
  • kommunale Planung (Beispiele: Planungen zur / Aktionspläne zur Umsetzung der UN-BRK unter kommunaler Federführung etc.)
  • Unterstützung und Dienstleistung (Beispiele: gemeindenahe Dienste, Beratungsangebote, Persönliches Budget, inklusionsorientierte Behindertenhilfe etc.)
  • Gesundheit  (Beispiele: barrierefreie Arztpraxen, Rehabilitationsmaßnahmen etc.)
  • Spiritualität und Religion (Beispiele: Projekte von Religionsgemeinschaften etc.)
  • Partnerschaft und Familie (Beispiele: Kindertagesbetreuung, inklusive Kinder- und Jugendarbeit, inklusive Bildungsangebote im Bereich Partnerschaft/Familie etc.)
  • Öffentlicher Raum (Beispiele: barrierefreie Zugänglichkeit, barrierefreie Teilhabe am öffentlichen Leben, Mobilität, öffentlicher Nahverkehr, Orientierungshilfen, inklusive Verwaltung, barrierefreie Einkaufsmöglichkeiten etc.)
  • Kommunikation und Interaktion (Beispiele: Netzwerkarbeit, Leichte Sprache, bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit etc.)
  • bürgerschaftliches Engagement (Beispiele: Ehrenamt etc.)

sowie  den wesentlichen Dimensionen:

  • Partizipation und Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen,
  • Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für die Idee der Inklusion,
  • Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur,
  • inklusive Gestaltung von Bildungseinrichtungen und anderen Dienste des öffentlichen Lebens (Mainstreaming) und
  • Planung und Entwicklung von flexiblen und inklusionsorientierten Unterstützungsdiensten für Menschen mit Behinderungen

zugeordnet. Die Inklusionsbeispiele können dabei sowohl mehreren Lebensbereichen als auch mehreren Dimensionen zugeordnet sein.

Bild: Zuammenspiel der Dimensionen
Bild: Logo achtung Inklusion

Da der Begriff der Inklusion im Sinne eines „Labels“ vielfach für ganz unterschiedliche Maßnahmen verwendet wird – die jedoch nicht immer dem Leitbild der Inklusion entsprechen – müssen inklusive Projekte in NRW eine Reihe von verschiedenen Kriterien erfüllen, um in das Kataster aufgenommen werden zu können. Die Analysekriterien werden in der Rubrik „Kriterien“ beschrieben. Ausgehend von diesen Kriterien und dadurch, dass die Projektanalyse gemeinsam mit den jeweiligen Akteuren reflektiert wird, kann eine entsprechende Qualitätssicherung gewährleistet werden.

Auf der Homepage können Sie eine detaillierte Analyse der Projekte finden. Insbesondere die Erfahrungswerte der jeweiligen Akteure sollen dabei berücksichtigt werden.

Ferner stehen Ihnen eine Reihe hilfreicher Materialien – z.B. zur örtlichen Teilhabeplanung von Menschen mit Behinderungen auf kommunaler Ebene – nützliche Links und Literaturtipps zur Inklusionsplanung zur Verfügung. 

Die Internetplattform richtet sich an alle lokal tätigen Akteure und Interessierten. Dabei dient sie nicht nur dem Informationsgewinn, sondern soll zugleich den Austausch und Wissenstransfer untereinander anregen. Daher werden zu jedem Inklusionsprojekt konkrete Ansprechpartner/innen benannt. Im Rahmen des Projektes werden zudem eine Reihe von Tagungen und Foren veranstaltet, die jeweils viel Raum für Gedankenaustausch bieten und somit eine gemeinsame Weiterentwicklung in Richtung eines inklusiven Gemeinwesens unterstützen. Des Weiteren können damit weitere Akteure für die Idee der Umsetzung eines inklusiven Gemeinwesens gewonnen werden. 

Da sich alle inklusiven Projekte in einem wandelnden und fortschreitenden Prozess befinden und einer ständigen Aktualisierung und Ergänzung bedürfen und neue Projekte hinzukommen, wird die Plattform fortlaufend gepflegt und weiterentwickelt. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den jeweiligen Projektverantwortlichen, wobei Gelingensfaktoren wie auch bestehende Barrieren gemeinsam reflektiert werden.

Sollten Ihnen Beispiele einer gelingenden inklusiven Praxis in nordrhein-westfälischen Kommunen bekannt sein, zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen und uns Ihr Beispiel vorzustellen! Gehen Sie dazu zum Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail: inklusionskataster@remove-this.zpe.uni-siegen.de.

Telefonisch erreichen Sie uns unter: 0271 – 740 4119

Wir hoffen, Sie mit dieser Homepage und den hier vorgestellten Beispielen zu ermutigen, sich auf den Weg zu einem inklusiven Gemeinwesen zu machen!